YUMI mit Syslinux auf einen NTFS/FAT32 USB-Stick 17. Juni 2012, 18:49

Update
Ab der Version 0.0.8.7 funktioniert YUMI genauso wie unter FAT32. Einfach laden und benutzen!

Vor einigen Monaten habe ich einen USB-Stick mit YUMI eingerichtet.
Ubuntu 12.04, Avira Rescue System, Windows 7 PE und Windows 7 Repair-Disc waren einfach von einem USB-Stick zu booten. Diese Sachen habe ich mir alles selber ausgesucht, ergo jeder kann bestimmen, was man auf dem USB-Stick zum booten haben möchte.

Seit der Version 0.0.6.2 unterstützt YUMI auch das Booten von NTFS-Dateisystemen mit Syslinux.
Weder auf der Website, noch irgendwo anders bei einem Tutorial wird beschrieben, wie man das genau mit NTFS macht.
FAT32 ist selbsterklärend. YUMi starten, Laufwerk wählen (ggf. formatieren mit YUMI), von der Liste nacheinander alles auswählen was man drauf haben möchte und fertig. Eine Formatierung ist nicht mal Notwendig.

Da bei NTFS Syslinux verwendet wird, muss alles dementsprechend angepasst werden.
So wie bei FAT32 sollte man erst alles fertig haben, später hinzugefügte Tools müssen nachträglich angepasst werden! Eine beschreibung dafür auf der Homepage.

Um den USB-Stick mit dem NTFS-Dateisystem bootbar zu machen, braucht man:

  • Syslinux 4.06 (Aktuellere Versionen funktionieren nicht.) Runterladen und irgendwo entpacken, am besten nach C:\syslinux\
  • Startet nun die Eingabeaufforderung/CMD mit Windows-Taste + R und gibt ‘cmd’ ein
  • Wechselt in CMD zu dem Verzeichnis: cd C:\syslinux\win32
  • Findet raus, welches Laufwerkbuchstabe euer USB-Stick hat und gibt bei CMD ein ‘syslinux.exe -m -a X:’ wobei X für euer Laufwerkbuchstabe steht und bestätigt es mit Enter.

Nun ist es möglich mit dem USB-Stick zu booten, jedoch muss noch eine Menge angepasst werden.
Syslinux schaut nur im ordner /syslinux/ nach, wir haben aber alles in /multiboot/.

  • Benennt den Ordner ‘Multiboot’ auf eurem USB-Stick nach ‘syslinux’.
  • In der syslinux.cfg im syslinux-Ordner müsst ihr alles von /multiboot/ nach /syslinux/ umschreiben (einfach selber mit dem Editor).
  • Im /syslinux/menu/ Ordner könnte es noch ein paar Dateien geben, worin sich Menüs enthalten (alles was da drin ist, ist ein Menü). Öffnet alle nacheinander und geht so vor wie bei syslinux.cfg.

Sobald das alles geschafft ist, könnt ihr von eurem USB-Stick alles starten!
Wenn etwas funktioniert macht euch erst ein Backup, bevor ihr dran rumbastelt.

Yama


Kommentare

  1. Hallo, gibt es auch ein Update der Anleitung für das aktuelle Yumi 0.1.0.7? Obige Anleitung funktioniert leider nicht mehr. Das Startmenü erscheint zwar noch, aber wenn man dann z.B. in den Menüpunkt “Linux Distributions” wechseln will, dann hängt sich das System auf (ja, alle cfg-files wurden editiert). Ein Versuch mit dem neuesten syslinux 6.01 brachte noch weniger Erfolg.

    — volker · Sep 24, 15:55 · #

  2. Hallo Volker,
    anscheinend hast du wohl etwas vergessen, aber das macht nichts. Denn die aktuelle Version lässt sich genau so benutzen wie auf einem FAT32 Dateisystem.
    Also startest du Yumi und fügst deine Sachen hinzu was du haben möchtest und es funktioniert auf anhieb.
    Keine Ordner umbenennen oder in den Menüs rumbasteln o.ä. mehr.

    Yama · Sep 24, 18:58 · #

  3. Sorry – hatte einen Denkfehler und erst mit Yumi formatiert (kann nur FAT32) und dann in NTFS umgewandelt. Hatte gar nicht gewusst, dass Yumi einen NTFS-formatierten Stick auch automatisch bootfähig macht. Funktioniert jetzt alles.

    — Volker · Sep 25, 06:44 · #

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